orakel





Eine Kaffeemaschine mit Kapselmechanik (Nespresso) wird so verfremdet, dass sie nach aussen hin einem Automaten-Orakel (vgl. englisch “fortune teller“) ähnlich sieht. Solche Orakel sind oftmals auf Messen und Jahrmärkten anzutreffen. Es sind Automaten, die nach Einwurf einer Münze einen Zettel ausspucken, auf dem in wenigen Worten die Zukunft prophezeit wird. Der “orakel“-Automat hingegen verrät die Zukunft im Kaffeesatz.

Ein umgebauter Kaugummi-Automat, der Teil der ganzen Installation ist, dient als Kapselspender. In Verbindung mit einer Kapselkaffeemaschine wird dieser auf einen dreibeinigen Metallzylinder montiert. Ein Wasser-tank sowie ein Stromgenerator versorgen die eingebauten Geräte mit den nötigen Ressourcen, um die ganze Installation möglichst unabhän-gig zu machen. Gegen entsprechendes Entgeld am Münzautomaten wirft die Installation eine beliebige Kapsel aus. Der Nutzer steckt diese in den passenden Ausschnitt (Negativform) in der planen Oberfläche und platziert sie via mechanischen Auslöser korrekt (Mechanik der Nespres-so-Maschine).
Via Knopfdruck wird der “orakel“-Automat in Betrieb genommen. Auf der Rückseite der Installation rinnt heisser Kaffee aus einem unscheinbaren Auslaufstutzen. Nach Ablauf eines Zählwerks stoppt der Prozess, die Kaspel wird über das Betätigen der mechanischen Entriegelung (Hebel nach oben) ausgeworfen und landet so in den Händen des Zukunfts-fragenden.











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pay 'n' pray



Projektbeschreibung:

Titel: pay 'n’ pray
Disziplin: Installation (mobil)
Masse: Höhe 250cm / Breite 100cm / Tiefe 120cm

Bild:
Eine Waschmaschine wird soweit mit religiöser Symbolik verfremdet, dass sie nach aussen hin, übergeordneten geistlich/religiösen Objekten nahe kommt. Durch Materialität und Entfremdung des Bekannten soll Ehrfurcht vor dem Objekt und der darin verborgenen Überzeugung, aufgebaut werden. Nach einer genaueren Analyse der Symbolik, die das Objekt ausstrahlt wird klar, es handelt sich um eine Synthese von Waschmaschine und einem religiös behaftetem Objekt wie etwa einem Beicht- oder Betstuhl. Mit Licht (Feuer) und sanfter (Orgel-) Musik als interaktive Elemente eingesetzt, werden Effekte aus einer Palette verwendet, welche sich auch die Medienindustrie zu nutze macht, um Kunden zu locken. Ein Werbeslogan „pay ’n’ pray“, der über eine LED-Anzeige zu sehen ist, wirbt um Glaubensstärke. Bilder die eine Vielschichtigkeit zulassen, z.B. ein aus Gasleitungen zusammengebauter Turm, der auf der Spitze das heilige Licht trägt, das überschüssige Gas bei der Erdölgewinnung abfackelt oder einfach eine aufflackernde Reklame in Form einer meterhohen Flamme darstellt, lassen die Installation als klischeehaftes Objekt erscheinen.
Montiert auf einem mehrstufigen Podest mit Rädern, überragt die Installation die Umgebung. Der kapitalistischen Konsum-Kultur entsprechend, wird dem Benutzer für die gebotene Leistung der Reinigung ein Entgelt(Ablass) abgefordert. Eine Parkuhr (Opferstock / Kollektenbeutel) an der entfremdeten Waschmaschine montiert, fordert die Gebühr für die versprochene Verrichtung und veranschaulicht dabei den Tarif der Abwicklung. Mit dem Abtragen der weltlichen Laster wird die sterile Maschinerie um geistige Befreiung gebeten! Entsprechend der geleisteten Abgabe, erhält der Schuldbekennende
eine Bestätigung der Vergebung in Form einer Quittung, die von einem Printer überstellt wird.

Standorte:
Durch die Mobilität der Installation wird sichergestellt, eine grosse Anzahl von Glaubensstarken zu erreichen. Die Präsenz in der jeweiligen Situation wird zum Spiel mit der Tabuisierung des Unantastbaren. Vom öffentlichen Raum bis hin zur Intimität einer Kunstgalerie, lässt sich durch die Gegenwart der Installation die Ausseinandersetzung der Glaubensthematik verdeutlichen.



Konzept pay 'n' pray Installation

Die Installation pay ’n’ pray ist auf der Suche nach einem Weg im multimedialen Spannungsfeld zwischen Glauben, Wissenschaft und Moral. Mit der Ästhetik eines Beicht-/ Betstuhls und der Funktionalität einer Waschmaschine erkundet sie das unerschöpfliche Untersuchungsfeld zwischen Mensch und Maschine. Der illustrierte Kontrast tastet sich durch vielschichtige Sinnesebenen und schafft sich das Bewusstsein für die Abhängigkeit der Gesellschaft von der Technik und der dadurch angenommenen Glaubensstrukturen. In der Gegenüberstellung von physischer und geistiger Reinigung, steht die maschinelle Säuberung als Sinnbild verschiedener religiöser Akte (beichten, beten). Die Installation bedient sich der Symbolik einer Waschmaschine, um diesen Prozess zu veranschaulichen. Über die uns bekannte Form des Tauschhandels wird die Anlage zum Schauplatz einer Weltanschauung, einer industriellen Art des Glaubens bei der die Installation der Öffentlichkeit als Interface zur Verfügung steht, um die komplexe Verbindung zwischen Mensch und Maschine zu veranschaulichen.
Im Gesamterscheinungsbild nähert sich die Installation einem „Kirchenobjekt“ und stellt dabei durch vielfältige Assoziationen, Verknüpfungen der erlebten Symbolik her. Durch das religiös behaftete Antlitz soll Ehrfurcht, Respekt und Demut zum Ausdruck kommen und somit auf die Errungenschaften menschlichen Strebens verweisen. In Ihrem Wesen stellt die Installation eine Plattform dar, um mit „dem Ablass“ (einem Geldbetrag), den Erlass der Schuldigkeit unserer sündhaften Taten und Gedanken zu erreichen. Verbunden mit der Symbolik einer mechanischen Wascheinheit, kann der
Unstandhafte gesäubert und technologisch betrachtet, zurückgesetzt auf Null gesetzt werden (“Reset“). Die symbolhafte Benutzeroberfläche entlockt dem Anwender ein Geständnis, säubert ihn und verbrennt die vorgetragenen Sünden, die als “heilges“ Licht auf die Installation herab strahlen!
Der mechanische Prozess der Säuberung, wie ihn die Waschmaschine darstellt, deutet auf die Abhängigkeit von der Technologie und hinterfragt unsere Lossprechung der Verantwortlichkeit gegenüber unseren technischen „Schöpfungen“.
Der Prozess der Schulderlösung, wird vom Ablass bis hin zur Lossprechung, durch eine maschinelle Interaktion begleitet und durchgeführt.









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songs from the roof



Een dans-/muziektheatervoorstelling van Happy End.
In 1948 componeerde Dmitri Sjostakovtisj (1906-1975) de liederencyclus From Jewish Folk Poetry op Joodse liedteksten. In zijn honderdste geboortejaar maken regisseur Dick Hauser en choreograaf Sassan Saghar Yagmai een voorstelling op het snijvlak van muziek- en danstheater, gebaseerd op deze liederen.

Songs from the Roof verbindt de tragische thematiek van de liederen met het actuele en universele thema van de migratie: de vluchteling die zich in een onbekende wereld waagt op zoek naar een beter leven.

CONCEPT EN REGIE: Dick Hauser
CHOREOGRAFIE: Sassan Saghar Yaghmai
MUZIEK: Dmitri Sjostakovitsj
MUZIEKBEWERKING: Ron Ford
SCENOGRAFIE: Christian Imhof
ZANGERS: Natalja Yakovleva, Frederike Bruijn, Ricardo Prada
STRIJKKWARTET: Het Rubens Kwartet

frischfleisch



FRISCHFLEISCH Installation

Projektbeschreibung
Die Installation FRISCHFLEISCH bietet eine Peepshow an, die unsere industrielle Art des Schauens hinterfragt. Ein Geldautomat, montiert an einem Eischschrank, gibt gegen Bezahlung zeitlich limitiert den Blick auf das Dargebotene frei.
Dieses Monument des Alltags ist dank einem Stromgenerator mobil und im Betrieb unabhängig.

Motivation/Engagement
Der technische Fortschritt beschert uns nicht nur neue Konsumgüter und erweitert unseren Kommunikations- und Informationshorizont, er zwingt uns auch Sichtweisen auf, die Maschinen, Automaten und Robotern erotische Anziehung verleiht und umgekehrt der Sexualität maschinelle Qualitäten abverlangt. Die Peepshow mit ihren intimen Reizen, bietet die ideale Plattform, um eine Demontage voyeuristischer Betrachtung, die sorgfältige Dekonstruktion des massgebenden neuzeitlichen Sehens vorzunehmen. Die Skulpturen mit Zügen einer Sexmaschine soll an den entsprechenden Orten aufgestellt werden, ihren Betrieb sowohl im Kunst- als auch Rotlichtmilieu aufnehmen.

Leitlinien
1. Widerstand gegen Sehgewohnheiten
2. Dekonstruktion: Aufbau durch gedankliche Zerlegung
3. Schlichtheit und strenge Reduktion.
4. Humor ist ein unerlässlicher Begleiter der ernsten Inhalte.

Thema
In den Solokabinen einer Peepshow begegnet sich lebediges Fleisch und leblose Mechanik: Sexpuppen, Terminators, Hightech-Dienstmädchen, Big Brothers, Halbgötter, Ikonen und Idole zu einem Kampf- und Liebesspiel. Die Gier auf Sex ist mit der Gier auf Technik verwandt. Die ‚sauberen’ Dienstleistungen von Sexmaschinen und Liebesrobotern erfreuen sich wachsender Beliebtheit.
Während der Nutzung der entfremdeten Stützlisex-Installation verliert das Publikum Schritt um Schritt die voyeuristische Anonymität, bis der Kunde sich beim Betrachten von Nacktheit, von Erwartungen entkleidet, selbst als innerlich nackt erfährt.

Standorte
Allgemein in Innen- und Aussenräumen installierbar:





Gedankenarchitektur
Die Installation ist in ihrem Wesen kannibalisch, braucht immer mehr und schneller FRISCHFLEISCH und produziert im Gegenzug visuelle Gier, mit der sie Publikum zur scheinbaren Befriedigung anzieht. Mindestens so wichtig wie das Thema und der Inhalt ist die Konstellation der Blicke auf das Geschehen, die Art des Sehens in der umfunktionierten Guckkasten-Show. Dank der irritierenden Sichtweise, des ungewohnten Blickwinkels, der unerwarteten Durchblicke und Spiegelungen erlebt der Zuschauer die persönliche Verstrickung mit der Suchtmaschine. Im metallischen Rhythmus fallender Münzen setzt Ent-Täuschung ein. Illusion verliert ihre Maske. In der verschachtelten Gedankenarchitektur werden Verfremdungstechniken ausgefeilt, beschönigende Spiegel verschoben, lebensfeindliche Gefühlsräume entzaubert.

Themenkreis
FRISCHFLEISCH spannt zwischen verschiedenen inhaltlichen Fixpunkten: Sex, Maschine, Körper, Religion, Gesellschaft, etc. eine Bilderwelt auf, ein feinmaschiges Netzwerk von Bezügen, Anspielungen, Querverbindungen, Anzüglichkeiten, Anfeindungen, Sticheleien, Assoziationen, in dem der Besucher zunächst gefangen und seiner eigenen Neugier überlassen wird. Die in Leuchtschrift angekündigten Darbietungen laufen den Seherwartungen zuwider.



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Presse:


Baslerstab / Freitag, 16.Juni 2006


Basellandschaftliche Zeitung bz / Samstag, 17.Juni 2006

true love




True Love is een samenwerking tussen dans en nieuwe media.

True Love gaat over een bizarre ontmoeting tussen een vrouw en een computeranimatie man. Balancerend op de grens van werkelijkheid en illusie onthult zich een nogal ongewoon liefdesdrama.
Doordat de animaties tijdens de voorstelling ‘live’ worden bestuurd, ontstaat er een ‘levende interactie’ tussen de vrouw en de animatie man.

Animatie kunstenaar Han Hoogerbrugge is voorloper in zijn discipline interactieve computeranimatie en heeft hiervoor wereldfaam.



CHOREOGRFIE: Claudia Hauri en Maarten Eland
DANS: Claudia Hauri
ANIMATIES: Han Hoogerbrugge
SCENOGRAFIE: Christian Imhof

vlucht van de valk




Unorthodox dance film about a woman, a butler and a falcon, against the background of spectacular beautiful architecture. (length 19')

A woman lives in isolation with her butler and her falcon in her own world, increasingly ruled by her imagination. Until the moment when a man from the outside world steps into her world. In a dynamic mixture of harsh realism and lyrical imagination, the woman seeks a way to her desires.

DIRECTOR: Claudia Hauri
PRODUCER: Gato Bizar, Maarten Eland
SALES: 1 more film
DISTRIBUTION: 1 more film
CAMERA: Ruud Monster
ART DIRECTION: Christian Imhof
MUSIC: Florian Magnus Maier, Michel Banabila

hit the road



In deze jeugdvoorstelling van Gato Bizar is een stoere autofreak onderweg met zijn zelfgebouwde, multifunctionele vehikel. Als hij op zijn weg een eigenzinnige liftster oppikt, botsen hun werelden.

De twee komen op hun weg in vele verschillende situaties die hen telkens weer op de proef stelt de situatie het hoofd te bieden, hetzij met elkaar, hetzij ondanks elkaar. Op hun weg worden ze rauw geconfronteerd met o.a. de grote stad, hun uithoudingsvermogen op zee, hun vindingrijkheid in de penarie en niet te vergeten met hun onderlinge perikelen. Telkens weer worden ze bloot gesteld aan de grilligheid van het leven.

Met gierende banden scheuren ze door de avonturen, om uiteindelijk op de plek te arriveren waarvan zij dromen.





CONCEPT: Maarten Eland, Claudia Hauri
CHOREOGRAFIE: Claudia Hauri i.s.m. de dansers
SCENOGRAFIE: Christian Imhof
DANS: Maarten Eland, Sanja Hasagic, Emilie Birraux, Claudia Hauri

never let go



Dance film about the fatal relationship between a man and a woman. (length 8')

Dance film about a man who cannot let go of his past. He loses control, gives into his desires and digs up a woman from a recent grave. In doing so, he digs up his own memories, which eventually prove fatal.

DIRECTOR: Claudia Hauri
PRODUCTION: Gato Bizar, Maarten Eland
SALES: Gato Bizar
CAMERA: Ruud Monster
ART DIRECTION: Christian Imhof
MUSIC: Michel Banabila